wehmut

seit gestern schleichen sich wehmut und abschiedsschmerz in unsere herzen und mitunter auch ein paar traenen in meine augen. ihr wisst ja, wie schlecht ich im abschied nehmen bin. nicht, dass wir uns nicht unglaublich auf unser zuhause und alles, was dazu gehoert sehr freuen. das steht ausser frage. auch wenn die aussicht, bald erstmal in den moloch bangkok zurueck zu muessen (wo die gefahr besteht, dass all die erlangte ruhe und schoenheit erstmal von tausenden anderen eindruecken ueberdeckt werden), um von dort zurueck ins kalte deutschland zu fliegen (heute ist einer unserer heissesten tage ueberhaupt hier) unsere vorfreude nicht gerade bestaerkt, ueberwiegt natuerlich letztlich doch die ANZIEHUNGSKRAFT all der sehnlichst vermissten menschen und dinge.

und trotzdem fuehlen wir uns als seien wir ewig unterwegs gewesen und als koennte es noch eine ganze weile so weitergehen. DENN ASIEN (sprich die laender, die menschen, das essen, die wunderschoenen abwechslungsreichen landschaften – der bergige norden und jetzt hier die bilderbuchbuchten -, das entspannte, einfache leben, die waerme, die gerueche, die liebe zum detail) HAT UNS INFIZIERT. und sri lanka, malaysia, indonesien, indien, nepal, vietnam, myanmar, … waeren sicherlich genauso einer reise wert.

momentan verbringen wir unsere letzten tage auf ko phi phi, einer eigentlich sehr touristischen insel (bei dieser schoenheit aber auch kein wunder). doch wir haben im aoh poh resort (unter der leitung des franzoesischen philippe) ein letztes PARADIES gefunden, eine winzige bucht fernab von all dem trubel, den parties und den tagestouristenmassen, die auf ihren ausfluegen per boot von phuket kommen.

diese insel ist auch der ort, an dem wir nun doch noch mit dem tsunami und dessen folgen konfrontiert werden, denn hier richtete die welle besonders viel schaden an (fast 700 tote und nochmal soviel vermisste auf so einer kleinen insel). kein wunder also, dass all der schmerz noch sehr praesent ist. doch wenn man am strand im sand sitzt und auf das glasklare wasser schaut, kann man sich nur schwer vorstellen, dass so eine zerstoererische kraft diesen ort heimgesucht hat…

apropos heimsuchen. das ist auch unser plan. und wenn alles gut geht, haben wir es in einer knappen woche auch schon wieder gefunden…

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