nachdem es uns endlich gelungen ist aus dem aussteigerleben der kleinen mekong inseln rueck-auszusteigen und uns zurueck in die zivilisation zu begeben und gleich dazu noch das land zu wechseln, hier ein kleiner reisebericht der anderen art. guter goffnung geht es morgens los, die grenze laos-kambodscha ist schnell erreicht, wir werden aus dem minibus geworfen und muessen diverse stempel erhalten (pro stempel 1dollar stempelgebuehr). unser gepaeck faehrt samt minibus selbststaendig an die kambodschanische grenzseite und wird dort ausgeladen. wir laufen auf der verlassenen strasse hinterher (wie in einem tarantino-film) und fragen uns, ob wir jetzt fuer immer im niemandsland bleiben muessen. kein mensch kuemmert sich um unsere kleine gruppe. an dem anderen grenzposten angekommen, werden wir wiederum diverse dollars fuer stempel etc. los und bekommen sogar ein visum. und einen neuen minibus, der viel zu klein ist fuer all die menschen und das gepaeck. so fahren wir 1 stunde durch menschenleere landschaft nach stung treng. eigentlich wollten wir da uebernachten, doch nachdem da NICHTS erkennbares ist, faehrt uns nach langer wartezeit und fuer teueres geld ein alter schaebiger bus in vielen, vielen stunden nach kompong cham. ein hoellentripp. kennt ihr das gefuehl nicht sicher zu sein, ob ihr lebend wo rauskommen wuerdet. und aussteigen nicht hilft, denn es ist die einzige moeglichkeit? der bus ist schrott und der geplatzte reifen (passiert nur in den teuren, nie in den oertlichen bussen) ist das geringste uebel. der fahrer kennt keine bremse (die hupe reicht ja) und bei nacht auch kein licht. die menschen hier machen nachts beim fahren nur licht an, wenn sie vermuten, dass da etwas sein koennte. ich habe mich sehr ausfuehrlich mit meinem schutzengel unterhalten. na ja, wir haben es ueberlebt. ein armer strassenhund jedoch nicht. den haben wir einfach ueberfahren. kein schoenes geraeusch/gefuehl.
dagegen war die busfahrt am naechsten tag eine wunderbare fahrt. mit pause und bremse und allem, was man sich mindestens wuenscht. abgesehen vom dem kriegsfilm, der im bus laeuft. warum zeigt man in einem land, in dem ein wirklich grausamer krieg grade mal 30 jahre her ist und dazu in einem bus, in dem kleinkinder sitzen, kriegsfilme? ueberhaupt, die geschichte dieses landes macht einen sehr traurig. trotzdem fuehlen wir uns in dem endlich erreichten siem riep sehr wohl und freuen uns auf angkor, die groesste tempelanlage der welt. wer uns sucht, dort sind wir die naechsten tage zu finden…
September 4, 2008 um 6:18 pm
entschuldigung? gibt es hier irgendwann auch mal was neues zu lesen? bitte!